6. Haslacher Kinonacht am 10.09.2010
Die Haslacher Vereine mit freundlicher Unterstützung des "Kommunalen Kino", Herrenberg präsentierten:
Die Welt ist groß und
Rettung lauert überall
Ein Film von Stephan Komandarev
Publikumspreis 12. Sofia Film Festival 2008 -
Publikumspreis Zürich Filmfestival 2008
Die Vorlage zum Film ist einer der schönsten und aufregendsten Romane zum Thema Migration, der jemals geschrieben wurde. Der Autor Ilija Trojanow, in Bulgarien geboren und selbst - wie seine Protagonisten - nach Deutschland emigriert, hat das Buch in deutscher Sprache verfasst. Für seinen Roman "Der Weltensammler" wurde Trojanow 2006 mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet. 2009 erhält Ilja Trojanow den renommierten "Würth-Preis für Europäische Literatur".
"Die Welt ist groß und Rettung lauert überall" erzählt die Geschichte einer
Familie, die aus ihrem Heimatland, dem kommunistischen Bulgarien, über Jugoslawien nach Italien und schließlich nach Deutschland füchtet und daran zugrunde geht.
Nach der geglückten Flucht verliert der einzige Sohn der Familie, Alexander, bei einem Verkehrsunfall seine Eltern und erleidet einen Gedächtnisverlust. Sein Großvater Bai Dan reist nach Deutschland und hilft Alex, sich und seine Erinnerungen wieder zu finden:
Er überzeugt seinen Enkel, ihn in das inzwischen ex-kommunistische Bulgarien zu begleiten und die beiden beginnen eine phantastische Reise auf einem Tandem "nach Hause".
Eine dramatische Familiengeschichte, die sich über zweieinhalb Jahrzehnte
erstreckt, mit viel Humor und Wärme erzählt wird und durch halb Europa führt.
Die Veranstaltung beginnt mit einer kleinen Hocketse um 18.00 Uhr, hier werden Getränke und einfach Speisen angeboten. Filmstart dann gegen 20.30 Uhr. Veranstaltungsort ist der Dorfplatz Haslach.
==> Pressestimmen
"...Die Kaffeehaus-Philosophie hat genau die richtige Mischung aus Lebensweisheit und Scharlatanerie, der Kusturica-Darsteller Miki Manojlovic spielt den Großvater mit zurückhaltender Emphase."
Frankfurter Rundschau
"Der magische Balkan-Surrrealismus wird zum ganz ungezuckerten Lagerrealismus. Wo zuvor eine kitschverdächtig heile Welt war, in der Oma Bleche voller duftender Zimtkringel bäckt - Fidel Castro hat uns Zucker aus Kuba geschickt! -, die Häuser und Kopfsteinpflastergassen wie aus Lebkuchen aussehen, die alten Männer sorglos ihre Würfel aufs Brett knallen lassen und trunkene Lieder singen, setzen nun schnellere Schnittmontagen und eine hektische, instabile Handkameraführung neue Akzente. Aus dem gemächlichen Kaffeesatz-Chaos des Orients sind wir mit den Flüchtlingen in einem unheimeligen Westen angelangt."
Berliner Zeitung
„Miki Manojlovic, der schon in „Irina Palm“ an der Seite von Marianne Faithfull großartig agierte, spielt die Rolle des souveränen Großvaters, der vor allem eines liebt – das Backgammon-Spiel. Schon deshalb sollte man sich „Die Welt ist groß und Rettung lauert überall“ nicht entgehen lassen.“
Mitteldeutsche Zeitung Halle
„Wie dann Alexanders Großvater Bai Dan (Miki Manojlovic) anreist und dem Enkel beim Erinnern hilft, wie er Bilder der schnurrig-gemütlichen, von politischer Drangsal beeinträchtigten Jahre in Bulgarien und der Flucht nach Deutschland aufruft, das steht für die Dialektik der Heimischwerdung. Um wirklich irgendwo anzukommen, muss man sich klar sein, wo man herkommt und was man ins Neue mitnehmen will und darf.“
Stuttgarter Zeitung
"Sicherlich ist "Die Welt ist groß und Rettung lauert überall’ ein Film, der das Herz am rechten Fleck hat."
Der Tagesspiegel
„Nach der gleichnamigen Romanvorlage von Ilija Trojanow, der wie seine Protagonisten in Bulgarien geboren und nach Deutschland emigriert ist, beschreibt der Film nicht nur den Verlust von Identität, sondern auch in vielen Rückblenden die schwierige Lebenssituation von Flüchtlingen. Dabei beeindruckt die originelle und manchmal märchenhafte Erzählweise, die viel Platz lässt für berührende Momente zwischen Tragik und Humor.“
Düsseldorfer Kulturmagazin „Biograph“
"...weil Stephan Komandarev seine Geschichte in solch stimmige wie stimmungsvolle Bilder packt, weil beide Hauptfiguren gut miteinander harmonieren und das Ganze mit exzellenter, meist melancholischer Balkan-Musik unterlegt ist, ist ‚Die Welt ist groß und Rettung lauert überall’ ein Film, der zugleich unterhält und nachdenklich macht. Wie gesagt: Der Weg ist das Ziel …“
Kinozeit.de
"Der Optimismus, der in ‚Die Welt ist groß und Rettung lauert überall’ mit großen Löffeln verteilt wird, ist durchaus ansteckend...
critic.de
"Der Film kombiniert Humor, Tragik und Melancholie. Figuren, Orte und Situationen erscheinen gleichermaßen realistisch und märchenhaft. Den guten darstellerischen Leistungen steht eine teilweise zu stereotype Darstellung der Staatsgewalt hüben wie drüben gegenüber. Wer darüber hinwegsehen kann, den erwartet eine durchaus zu Herzen gehende Komödie aus dem Flüchtlingsmilieu, poetisch, leicht und voller Überraschungen."
Junge Welt
"Dank der gekonnten Inszenierung und dem spürbarem Herzblut der Macher ist dieser Film eine beschwingte Hymne an das Leben geworden. Man muss es eben nehmen, wie es kommt, sonst verliert man. Wie beim Backgammon. Für das Glück ist man selber zuständig."
br-online.de
"... der Film, der wie ein Hybrid aus flottem westlichem Muster und osteuropäischer Versponnenheit wirkt, hat seine Stärken in den Charakterrollen, die auch zarte Gesten kennen, in wunderbaren Landschaftsbildern und auch in der großen Metapher von der Reise."
Die Presse
„Unterm Strich ist der Film ein warmherziger, bedächtig erzählter Roadmovie, der trotz des ungewöhnlichen Fahrzeugs und der verschachtelten Dramaturgie erstaunlich altmodisch wirkt, was nicht zuletzt am überzogenen Weichfilter im rumänischen Städtchen liegt. Gleichzeitig wird bewiesen, dass Kooperationen von mehr als zwei Ländern nicht zwangsläufig zu einem wabbeligen Europudding ausarten.
Bleibenden Wert hat vor allem die Darstellung von Miki Manojlovic, den man eigentlich viel öfter im Kino sehen müsste.“
Spielfilm.de
"Mit den größten Eindruck an dieser universellen europäischen Schicksals- und Familiengeschichte hinterlässt der Part von Emir Kusturicas serbischem Stammschauspieler Miki Manojlovic als Großvater Vasil. Sein lebenserfahrenes, augenzwinkerndes Auftreten ist genau das, was dem zögerlichen Alex (glaubwürdig gespielt vom Deutsch-Kroaten Carlo Ljubek) hilft, Vertrauen und Zuversicht zu finden. Eine kleine Liebesgeschichte am Rande trägt das ihre zu einem leicht sentimentalen Ende dieses insgesamt warmherzigen Fahrr(o)admovies bei."
programmkino.de
„Gefühlvolle Literaturadaption, in der ein junger bulgarischer Einwanderer in einer langen, sentimentale Fahrt Familienvergangenheit und Identität wiederfindet.“
kino.de
„Wie Trojanows Roman spielt auch der Film von Komandarev mit osteuropäischer Folklore und nostalgischen Elementen: der raue, starke und sensible Großvater, der in allen Lebenslagen Hilfe weiß; die Kneipenszenen rund um das Backgammon-Spiel; die Trinkfestigkeit und die Schlitzohrigkeit. All das darf man nicht durch die Brille der Realität betrachten. Hier wird mit Erzählhaltungen und -traditionen gespielt, und mit Humor und Wärme, mit Leichtigkeit und Schwermut wird das Spiel aufgeführt.“
Kommune in Frankfurt
==> Pressestimmen ausblenden
Mit freundlicher Unterstützung des Kommunalen Kino, Herrenberg
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