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Schwäbisches Allerlei

von Hansjörg Jung


.Jsch des au Schwäbisch" oder "Des han I no nia g'hört" - Kopfschütteln und Unverständnis unter den Landsleuten zwischen Bodensee und Neckartal sind immer mal wieder an der Tagesordnung. Zwar handelt es sich hierbei nicht um eine Sprachverwirrung der babylonischen Art, aber es läßt sich nicht von der Hand weisen, daß Schwäbisch nicht gleich Schwäbisch ist: Im Oberland hört es sich anders an wie im Unterland, auf dem Lande spricht man es breiter als in der Stadt, Worte, die an einem Ort alltäglich in aller Munde sind, sind bisweilen wenige Kilometer weiter nicht im Gebrauch.
Dies hat einerseits Gründe, die tief in der Geschichte des Landes zu suchen sind, dort wo beispielsweise weltliche oder geistliche Herrschaftsgrenzen verliefen. Andererseits ist es noch nicht lange her, da die schwäbische Mundart hierzulande in vielen Häusern Naserümpfen hervorrief. Die Mundart war verpönt - doch dies hat sich wieder gewandelt. Doch wer sich des Schwäbischen bedient, tut es, wie er es gelernt hat, aus dem Bauch heraus und unbewußt. Der Ursprung vieler Worte, die in der Schriftsprache nicht gebräuchlich sind, bleibt im Verborgenen. Das Schwäbische Allerlei zeigt allerlei Beispiele dieser Ursprünge und Herkünfte. Bewußt wurde auf Lautschrift für die schwäbischen Begriffe verzichtet - dies läßt für die Aussprache manche Fragezeichen offen, doch man braucht kein linguistisches Seminar zu besuchen, um dieses Büchlein zu lesen.

Von A bis Z ...

 

anke - ist ein besonderer Bestandteil der schwäbischen Anatomie, bei der die Füße bis über die Oberschenkel reichen, der Rücken in Kreuz und Buckel aufgeteilt ist und das Genick Anke heißt. Sollte ei...

ällbot - ein Ereignis, das sich ällbot wiederholt, oder wenn es an der Haustür ällbot klingelt, wird es dem Schwaben nicht nur langweilig, es fällt ihm auch auf die Nerven, denn das Wörtchen heißt ...

ahna Ahne hieß es landläufig, bis sich seit dem 12. Jahrhundert an Mittelrhein das Wort Großmutter, aus dem Französischen entlehnt, mehr und mehr durchsetzte. Dennoch ist die Ahna, vom althochdeutschen ...

abersche - mag als ein regional untypisches Beispiel für die den Schwaben beigemessene Mundfaulheit gelten. Ob herab oder hinab: "ra" und "na" entsprechen eher diesem Vorurteil.

A Sau ka mr schätze, a Wahl net



Aktualisiert: 26.12.2011