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ADESA - Ghana

Im Bann der afrikanischen Musik

"Adesa" nennt sich die Künstlergruppe, die in Haslach für afrikanisches Flair sorgte. In der Scheune der Familie Lohrer präsentierte das Ensemble aus Ghana mit Tanz und Gesang die Geschichte eines gelangweilten afrikanischen Märchenkönigs und eine Clownshow.



Von Verena Wohlbold

Im Zuge des 50. Geburtstages von "Brot für die Welt" gehörte Haslach zu einer der wenigen Gemeinden, die sich über einen Auftritt des Ensembles freuen durften. "Ich finde es toll, dass Brot für die Welt seinen 50. Geburtstag mit unserer Gemeinde feiert", sagte die evangelische Pfarrerin Alja Knupfer zu Beginn der Show. Zum Jubiläum konnten sich alle Gemeinden, die sich aktiv für die Hilfsorganisation einsetzen, für eine der Vorstellungen des Künstlerensembles bewerben. Alja Knupfer bewarb Haslach und bekam eine Zusage: "Wir haben großes Glück gehabt, denn es gab nur sehr wenige Shows", sagte sie. Aufgrund der großen Nachfrage wurden die geplanten zehn Vorstellungen auf 20 erweitert.

In der Haslacher Scheune konnten sich die Zuschauer in die afrikanische Kultur hineinfühlen. Es ertönten bereits rhythmische Klänge, bevor die Musiker und der Märchenkönig aus Ghana auf der Bühne erschienen. Gemeinsam mit dem Publikum gab es ein Problem zu lösen: den gelangweilten König aufzumuntern. "Alles Gute soll kommen", riefen die Künstler von "Adesa" und das Publikum schrie: "Ja". Daraufhin erschienen tanzende und singende Elefanten, Spinnen, Antilopen und Geier. Die ansteckenden Leichtigkeit und Lebensfreude der Gruppe drang bis in die letzten Reihen der voll besetzten Scheune. Nicht nur die Kinder, auch die Erwachsenen ließen sich in den Bann der afrikanischen Musik und Mythen ziehen und tanzten begeistert mit. Danach folgte die Clownshow, bei der das Ensemble Lustiges aus dem Alltagsleben Afrikas präsentierte. Die Mischung aus Pantomime, Tanz, Gesang und Improvisation kam bei den Zuschauern gut an. Bei den akrobatischen Darbietungen stand die Haslacher Scheune dann endgültig Kopf.

"Adesa" bedeutet "Menschheit" und soll die weltoffene Einstellung der Musiker, Tänzer und Akrobaten aus Ghana ausdrücken. Die Gruppe wurde vor mehr als 15 Jahren gegründet und arbeitet an vielschichtigen künstlerischen Projekten, die durch spirituelle Wurzeln geprägt sind. Die Einnahmen des Abends kommen "Brot für die Welt" zugute.
Quelle: Gäubote, 20.05.2009