Sie sind hier: "Adieu" Günther Ansel
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Abbildung: Nach 26 Jahren als Ortsvorsteher - übergab Günther Ansel den Schlüssel an seinen Nachfolger Ulrich Vogelmann.
Am 16. September 1980 wurde Günther Ansel zum Ortsvorsteher von Haslach gewählt. Nun - nach 26 Jahren - endete die Ära von Günther Ansel in Haslach. Vom Ortschaftsrat und der Bevölkerung wurde er am Mittwoch vergangener Woche in den Ruhestand verabschiedet.
Nach der musikalischen Begrüßung durch die Chorgemeinschaft Kayh / Haslach erinnerte Oberbürgermeister Dr. Volker Gantner daran, dass Günther Ansel bereits seit 1972 Leiter der Ortsverwaltung in Haslach gewesen sei. Ab 1980 war der Neu-Pensionär dann als Ortsvorsteher von Haslach tätig. Nun gelte es diesen hochkarätigen Verwaltungsspezialisten, der gleichzeitig zu seinen profunden Kenntnissen im Verwaltungsbereich nie die Politik und die Menschen, denen die Politik zugute kommen sollte, aus dem Blick verloren habe, zu verabschieden.
Bau der Sporthalle wichtiger Höhepunkt
In seinem Rückblick auf die Amtszeit von Günther Ansel verwies das Herrenberger Stadtoberhaupt auf die Entwicklung des Ortes Haslach nach der Eingemeindung zu einem begehrten Wohnort. Neben dem Neubau der Grundschule 1981 und deren Erweiterung im Jahr 1989, der Kindergartenerweiterung 1993, dem Bau einer Aussegnungshalle für den Friedhof und zahlreichen weiteren Projekten sei der Neubau der Sporthalle mit Gaststätte und Feuerwehrgerätehaus im Jahr
1993 sicherlich einer der wesentlichen Höhepunkte des Schaffens und Wirkens von Günther Ansel gewesen, so Oberbürgermeister Dr. Volker Gantner. Ein weiteres großes Ereignis in der Amtszeit von Günther Ansel stellte die 1200-Jahr-Feier im Jahr 1976 dar.
Oberbürgermeister Dr. Volker Ganter dankte Ortsvorsteher Günther Ansel - auch im Namen des Herrenberger Gemeinderats, des Ortschaftsrats Haslach, der Bürgerinnen und Bürger sowie der Kolleginnen und Kollegen in der Verwaltung im Rückblick auf die vergangenen Jahrzehnte für dessen Arbeit und dessen Engagement, das weit überdurchschnittlich gewesen sei und stellte mit den Worten von Hermann Gmeiner fest, dass Günther Ansel „mehr tat als er tun musste". In den Dank schloss OB Dr. Volker Gantner auch Ehefrau Heide Ansel ein, die ihren Mann all die Jahre unterstützt und ihm den notwendigen Rückhalt gegeben habe. Das Herrenberger Stadtoberhaupt brachte seine Anerkennung zum Ausdruck, dass Günther Ansel neben seinem Hauptberuf als Ordnungsamtsleiter bei der Stadt Herrenberg über viele Jahre hinweg die Kraft aufgebracht habe, zusätzlich dazu weitere Aufgaben in der Ortsverwaltung und als Ortsvorsteher in Haslach zu übernehmen und auszufüllen.
Kaum eine Sitzung verpasst
Der neue Ortsvorsteher von Haslach, Ulrich Vogelmann, erinnerte daran, dass Günther Ansel über 100 öffentliche und 250 nichtöffentliche Sitzungen geleitet habe. Dabei habe er nicht einmal eine handvoll Sitzungen verpasst. Günther Ansel habe nie die Belange der Haslacher Bürgerschaft aus den Augen verloren und die Haslacher bei der Durchsetzung deren Wünsche stets unterstützt. Mit seiner ruhigen und sachlichen Art sei Günther Ansel immer fair und verständnisvoll gewesen. Ulrich Vogelmann dankte Günther Ansel im Namen des Ortschaftsrats von Haslach und der Haslacher Bevölkerung für dessen Einsatz zum Wohle von Haslach.
Abbildung: Oberbürgermeister Dr. Volker Gantner - dankt Günther Ansel für seine jahrzehntelange Arbeit zum Wohle der Haslacher Bevölkerung. Im Bild (v. l.) Oberbürgermeister Dr. Volker Gantner, Ortsvorsteher Günther Ansel und dessen Ehefrau Heide Ansel.
Dank von Vereinen, Feuerwehr und Kirchen
Michael Rott und Dieter Ulmer dankten Günther Ansel im Namen der Haslacher Vereine und der Freiwilligen Feuerwehr für die gute Zusammenarbeit und das stets vorhandene Interesse an der Arbeit der Vereine und der Feuerwehr. Für die Zukunft wünschten sie Günther Ansel alles Gute. Pfarrerin Alja Knupfer überbrachte Günther Ansel den Dank der Kirchen-gemeinden von Haslach, deren Arbeit Günther Ansel stets gewürdigt habe.
Positives in Erinnerung behalten
Ortsvorsteher Günther Ansel zeigte sich ob der lobenden Worte fast sprachlos. Es sei nun an der Zeit „Adieu" von einer sehr liebgewordenen Arbeit zu sagen. Er habe sich von Anfang an in Haslach stets wohl gefühlt und gerne als Kontaktperson für die Bevölkerung und die Verwaltung fungiert. Die Zusammenarbeit sei stets sachlich, konstruktiv und fair gewesen. Rückblickend sei er dankbar, dass viele Ziele der Eingliederungsvereinbarung in Haslach verwirklicht werden konnten. Die Infrastruktur in Haslach könne sich sehen lassen. Das bürgerliche Engagement für Projekte sei in Haslach immer groß gewesen. Günther Ansel dankte allen für die gute Zusammenarbeit auf allen Ebenen. Er werde sehr viel Positives in Erinnerung behalten und gerne an diese Zeit zurückdenken. Auch künftig komme er gerne nach Haslach. Gleichzeitig gehe er mit der Genugtuung, dass das Amt des Ortsvorstehers bei Ulrich Vogelmann in gute Hände komme. Dem neuen Ortsvorsteher wünsche er Kraft, Ausdauer und die notwendige Ausgewogenheit für dessen künftige Arbeit.
Quelle: Amtsblatt Herrenberg
Bilder: Markus Groß, Amtsblatt Herrenberg