Sylvia Smuda:

Der Roman „Im schwarzen Mantel“ beruht auf wahren Geschehnissen. Die eigentliche Romanhandlung wird von einem Erzählrahmen eingefasst. Christine B., eine ältere Dame, ist zu ihrem 70. Geburtstag von ihrem Sohn nach Kolumbien eingeladen, wo er an einem Film arbeitet. Er bemerkt die depressive Stimmung seiner Mutter und fragt sie nach den Gründen. Als Antwort schreibt sie während ihres dortigen Aufenthalts ihre bedrückende Lebensgeschichte nieder. Sie deckt damit eine Wahrheit auf, die ihr ganzes Leben überschattet hat.

Ihr Vater Heinrich, Sohn eines armen Tischlers, wächst bei den Großeltern auf. Mit dreizehn wird er Schuhputzer in einem Hotel. Doch der junge Mann hat ein Ziel: Er will ganz nach oben. Mit eiserner Disziplin und Strebsamkeit schafft er es: erst Polizist, dann Kripobeamter und schließlich Gestapo-Dienststellenleiter. Damit gehört er zum engeren Umfeld Hitlers.

Die Tochter des hohen Nazifunktionärs erzählt seine außergewöhnliche Geschichte, sie spricht auch über ihre Kindheit, geprägt durch Vernachlässigung, fehlende Liebe und Gewalt durch die alkoholkranke Mutter. Am Ende ihres Lebens offenbart sie ihrem Sohn ein Wissen, das sie nicht zur Ruhe kommen lässt und das auch für ihn selbst eine ganz besondere Bedeutung erlangen könnte.

==> Pressestimme: Gäubote vom 10.10.2009



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