Hocketse des TVH / Den Regen aus Haslach gekickt

Konzept mit Essen, Sport und Kultur ging voll auf / Dank des TVH an alle Helfer
Das einzig Beständige am diesjährigen Sommerwetter ist wohl das Unbeständige. Den Organisatoren und Helfern der diesjährigen Zwiebelkuchenhocketse in Haslach stand öfters am Tage die Ungewissheit ob der immer wieder vorbeiziehenden Regenwolken ins Gesicht geschrieben. Und so ging der Blick auch öfters nach oben zum Himmel als nach unten ins Bierglas oder die Kaffeetasse. Letztendlich war der Wettergott den Haslachern aber relativ milde gestimmt. Das war aber beileibe nicht das einzige positive Fazit, was das Organisationsteam um Peter Jüngling und Michael Rott ziehen konnte. Das Konzept, die Hocketse neben Altbewährtem mit kulturellen und sportlichen Angeboten zu untermalen, ging, sieht man sich die Besucherzahlen des Tages an, voll auf. Der stellvertretende Vereinsvorsitzende Klaus Pflugfelder sah es genauso: „So einen Ansturm wie diesmal hatten wir seit Jahren nicht“. So musste das Team im Backhaus um „Bäckermeister“ Manfred Reschke pausenlos die in der nicht kleiner werdenden Warteschlange hungrigen Gäste mit frischem Zwiebelkuchen versorgen. Als Belohnung gab es dafür aber auch den trockensten und wärmsten Arbeitsplatz des Tages für das Backteam inklusive. Aber auch an den anderen Ständen war reges Treiben zu verzeichnen. Nicht nur einmal mussten am Grillstand rote Würste oder Grillfleisch nachgeordert werden und die wilden Kartoffeln waren auch dieses Jahr wieder heiß gegehrt.
Wer nicht nur zum Essen und Trinken in den Haslacher Ortskern kam, konnte ein Angebot wahrnehmen, welches in dieser Vielfalt sicherlich nicht selbstverständlich ist. Allein schon zeitlich und von der Größe bedingt, stand das Menschenkickerturnier im Mittelpunkt der Aktivitäten. Im Vergleich zum letztjährigen, erstmals ausgetragenen Turnier erhöhte sich die Teilnehmerzahl nochmals auf neun Mannschaften. Die Siegprämie, Trikots des TV Haslach, konnte am Ende das Team „Ländle“ entgegennehmen, nicht zuletzt wegen der stimmgewaltigen Unterstützung von der Seitenlinie.
„Bewegt-bewegend“, eine Ausstellung von und über Frauen, darunter auch aus Haslach, war als kulturelle Einbindung in die Hocketse absolutes Neuland. Umso größer war natürlich die Freude der engagierten Frauen, die das Projekt ins Leben riefen und umsetzten, dass sich die Galerie regen Zuspruchs erfreuen konnte, ebenso natürlich die Bilder der Haslacher Schulkinder, die sich Gedanken zum Verschönern der Ortseingänge gemacht hatten, übrigens eine Initiative des Ortschaftsrates. Mit dem Titel der Ausstellung hätte man aber auch zweifelsohne den Auftritt des Gebärdenchors versehen können. Lieder und Texte in Gebärdensprache umsetzen, das konnte sich vorher wohl kaum ei Zuschauer vorstellen. Umso beeindruckender und interessanter war dann die Aufführung, die viel Beifall, der in diesem Falle übrigens aus Händewinken über dem Kopf bestand, erntete. Die wieder einmal mitreißenden Darbietungen der a capella- Formation Whitefall und das Jazztrio Sarraf rundeten einen überaus gelungen Tag aus Sicht der Verantwortlichen und der Gäste ab.
In der Bildergalerie können Sie die Impressionen des Tages genieesen.
-pg-
Der TV Haslach bedankt sich an dieser Stelle nochmals bei allen Auf- und Abbauhelfern, bei den Helfern an allen Ständen, beim Team im Backhaus, beim Team der Zwiebelschneider/innen, natürlich bei den Kuchenspendern und allen, die in irgendeiner Weise zum Gelingen des Festes beigetragen haben. Danke!

Pressestimme

Haslach - Mit dem Magen voller Holunderkuchen und spannenden Programmpunkten trotzten die Haslacher dem launischen Sommer und ließen sich die traditionelle Zwiebelkuchen-Hocketse des Turnvereins nicht vom Regen verderben.

Der im Gäu bestens bekannte Holunderkuchen, das umjubelte witzig-sportliche Menschenkickerturnier und ausgewählte musikalische Höhepunkte sind Garanten für einen gelungenen Festtag.
Der harmonische A-cappella-Gesang der "Whitefall" wurde bereits im Vorjahr mit herzlichem Applaus bedacht, und zum Festausklang präsentierte das Jazztrio "Sarraf" beschwingt Schräges und lockte zum Mitwippen. Ungewöhnliches zum Staunen bot der Gebärdenchor. Menschen ohne Gehör präsentierten mit Hilfe der Gebärdensprache Lieder von und über Herrenberg.

Zwischen all den gut gelaunten Feiernden fallen die Kleinste und die Rußigste der Helfer kaum auf. Ronja Graack ist zehn Jahre jung und radelte mit ihrer Mutter am frühen Morgen im Nieselregen von Mötzingen nach Haslach, um Bleche einzufetten und Kartoffelkuchen zu bereiten. "Gucken und helfen" war ihre Devise, und sie schaute mit großen Augen auf Karin Gauder. Sie stand mit schwarz verschmiertem Gesicht am wärmsten Arbeitsplatz des Tages und holte die sehnsüchtig erwarteten Köstlichkeiten aus dem Holzofen.
Quelle: Gäubote Herrenberg / amka


"Whitefall"


"Menschenkicker"


Alain Sarraf


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