In der Ortschaftsratsitzung vom 08.12.2006 legte die Stadt Herrenberg ein Nutzungs und Sanierungskonzept für das Haslacher Backhaus vor.
Danach wird die Wohnung im Obergeschoss vermietungsfähig renoviert, das Dachgeschoss saniert, die Gebäudefassade instand gesetzt und neu gestrichen. Der Bereich der eigentlichen Backstube soll ebenfalls nach und nach renoviert werden. Erste Schritte sollen mit der Spende der Haslacher Vereine aus der Haslacher Kinonacht - hier kam ein Gesamterlös von etwas mehr als 1.200 € zusammen, der vollständig für die Backhausrenovierung zur Verfügung gestellt wurde - ermöglicht werden.
Die Ortschaftsräte stimmten dem Konzept mit wenigen Vorbehalten hinsichtlich der Nutzung der Wohnung im Obergeschoss zu, eine Zustimmung gab es auch im Gemeinderat.
Zwischenzeitlich haben die Haslacher Vereine beim Ortschaftsrat beantragt, den unteren, neben der Backstube gelegenen Raum nicht zum Vermietungsobjekt sondern zum Backbereich zuzuordnen. Den notwendigen Abstellraum wollen Haslachs Vereine in eigener Regie und auf eigene Kosten hinter dem Backhaus realisieren.
Dieser Bitte wurde vorbehaltlich einer Machbarkeitsprüfung zugestimmt.
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Was wären Haslachs Feste wie "Maibaumstellen" der Feuerwehr, die "Hocketse" des TV Haslach und neu ins leben gerufene Veranstaltungen wie der gemeinsame "Weihnachtsmarkte" aller Haslacher Vereine ohne das Backhaus?
Fast schon "legendär" der Haslacher Zwiebelkuchen, nahezu einzigartig der "Holder-" und "Kartoffelkuchen". Absolut spitze die Brezeln aus dem Backhaus an Weihnachten.
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Haslacher Backhaus
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Früher auch die "Haslacher Badeanstalt" wird es heute nur noch als Backhaus genutzt. Die über den Backräumen liegenden Räume stehen leer, das Backhaus selbst ist renovierungsbedürftig. Die Interessengemeinschaft Haslacher Vereine veranstaltet auch 2006 eine "Kinonacht" zugunsten der Backhaus-Sanierung. [Mehr hierzu...] Und was Haslacher über das Bachkaus zu berichten haben, beschreibt das nachfolgende Gedicht.
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Wird im Backhaus Brot gebacke', muß jedes kräftig zu au' packa'. En da Ofa kommt Reisig nei, zwischa feif ond zeh' müß'ts sei, ma' zündet's a' - isch uff de'r Huat, bis d'r Ofa weiß isch von derer Glut.
En d'r Zwischazeit do muß mehr schau, ob der Toig en derer Schüssla ganga. Ond no schnell dui Gluat jetzt raus, mit dem Reisigwisch do putzt ma' sauber aus. Jetzt muß d'r Toig no eins zwei drei Mit dem Eileibschisser en da Ofa nei.
Ond no Zug ond's Ofatürle zua, Denn des Brot braucht a' guata Stond sei Ruh'. Doch nach 20 Minuta' spickt ma' eine, wia's au assieht mit der Bräune. Ma' will's jo et grad schwarz hoimbrenga, wenn's au haißt ma könnt d'rvo schö singa. Doch bäht schmekt's glei gar nit fei' s'muß halt oifach richtig sei!
Ond ois - des derf ma et vergessa, en Zwiebel - oder Holderkuacha den ma em Backhaus glei ko essa: Vom Weißbrottoig macht ma da Boda. Der wird em Blech blos ausezoge, setzt do drauf no Äpfelschnitz, streut Zucker drüber - des goht fix, ond bevor man schiebt en Ofa nei, kommt a' Brühle drüber g'schlacht ond fei.
Wia ma des macht -des kann i' saga 2 ganze Eier, 2 Eßlöffel Zucker werdet verschlaga ond no 1 Löffel Mehl mit unter d'rzua 1 Becher Sauerrahm no dronter. Jetzt nix wia nei en Ofa Noch dreiviertelstond do kann ma hoffa, daß ebbes guat's kommt wieder raus, ond kühlt er no a' bissle aus, toilt ma'aus den Äpfelplätz, ond macht no neabei en Schwatz.
Des isch's Milieu vom Backhausleba, doch muß ma' des halt selbst erleba. Wer's noi net weiß soll's mal probieren, ond die Bacherei halt selbst studiera.
Ond weiter braucht ma memmer schwätza, denn ois stoht fest - s' Brot lernt ma' besser schätza.
Von Erika Neff
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